1. Tag: Willkommen

1. Tag: Willkommen

Individuelle Anreise zum Hotel Edward Premier in Monpazier. Unsere Gastgeber Arjan und Marije Capelle empfangen uns. Beim gemeinsamen Abendessen in der Unterkunft mit traditionellen lokalen Gerichten, die von Küchenchef Monsieur Gauthier ein wenig leichter interpretiert werden, lernen Sie Anna und Ihre Mitreisenden kennen.

Anreise-Empfehlungen: Von Freiburg im Breisgau sind es mit dem Auto etwa 790 Kilometer bis Monpazier. Mit dem Zug braucht man von Freiburg 9-10 Stunden bis zum Bahnhof Le Buisson-de-Cadouin, der gut 20 km vom Hotel entfernt ist. Wir buchen gerne die Bahnfahrkarte für Sie und organisieren Ihren Transfer vom Bahnhof zu Hotel. Der nächstgelegene von Deutschland direkt angeflogene Flughafen ist Toulouse (etwa 150 km zum Hotel). Lufthansa fliegt von Frankfurt und München direkt nach Toulouse, easyJet von Berlin, Basel und Genf, Ryanair ebenfalls von Berlin sowie von Frankfurt International und Eurowings von Hamburg. Auf Wunsch organisieren wir einen Transfer vom Flughafen Toulouse und versuchen, dass sich möglichst viele Gäste den Transfer und die Kosten teilen können. Alternativ können Sie auch nach Bordeaux fliegen (etwa 170 km zum Hotel) und von dort mit der Bahn ohne Umstieg in etwa zwei Stunden bis zum Bahnhof Le Buisson-de-Cadouin fahren und von dort den kurzen und preisgünstigeren Transfer nehmen. Nach Bordeaux fliegt easyJet direkt ab Hamburg, Berlin, Basel und Genf, Lufthansa und Eurowings ab Frankfurt, Air France ab Düsseldorf und Volotea ab München.Bei einem Flug empfehlen wir die Kompensation der verursachten Treibhausgase über www.atmosfair.de, über das wir selbst alle unsere Flüge ausgleichen. (Stand: 12.2017)

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2. Tag: Trüffel & Höhlenmalereien

2. Tag: Trüffel & Höhlenmalereien

Am Morgen erwartet uns - bei schönem Wetter unter einer Pergola auf der Terrasse - das gute Frühstück mit Croissants, Café au lait, frischem Obst sowie auch herzhaften Produkten. Heute besuchen wir Edouard, den hier alle „Edouard la truffe – Edouard den Trüffel“ nennen, da er so begeistert dieses berühmteste Produkt des Périgord vermittelt. Anders als im Piemont, wo man ihn wild sucht, wird der Trüffel hier im Périgord in Plantagen angebaut. Dabei werden die Wurzeln der Bäume, mit denen der Trüffel in Symbiose wächst, vor dem Pflanzen mit Sporen bestäubt. (Beim weißen Alba-Trüffel im Piemont wird das auch experimentiert, gilt aber bisher als nicht möglich.)

Der Vater von Edouard hat bereits in den Siebzigerjahren auf dem alten wunderschönen Familiensitz als einer der Ersten Trüffelhaine angelegt. Edouard hat sie erweitert und ein Forschungslabor rund um die geheimnisvollen unterirdischen Pilze gegründet. Er ist Prüfer auf den offiziellen Trüffelmärkten des Périgords und reist in der ganzen Welt herum, um zukünftige Trüffelbauern zu beraten. Wir gehen mit Edouard und seiner Hündin Farah in seiner Plantage auf die Suche. Man findet im Périgord über das ganze Jahr Trüffeln. Den besten, den Tuber melanosporum, den schwarzen Wintertrüffel, der auch Périgord-Trüffel genannt wird, kann man von Dezember bis Februar ernten. Man kann ihn aber für die restliche Zeit des Jahres auf verschiedene Weise konservieren, Edouard zeigt uns wie! Und wir essen immer ein ganzes Menü mit dem edlen Périgord-Trüffel und zwar zuhause bei Eduards Frau Carole, die mittags für uns kocht!

Nach dem vielgängigen Trüffelmenü besuchen wir am Nachmittag die nahe gelegene Grotte de Font-de-Gaume, die bereits seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Es handelt sich um die letzte noch öffentlich zugängliche Höhle mit polychromen Bemalungen aus der Altsteinzeit, die in etwa 17.000 Jahre alt sein könnten. (In der nicht weit entfernten Höhle von Lascaux sieht man als Besucher nur noch eine Multimedia-Show.) Die etwa 200 Abbildungen zeigen allesamt Tierdarstellungen, vorherrschend sind Wisente und Wildpferde, aber es gibt auch Wollnashörner, einen Wolf und einen Bären! Nach diesem Ausflug in die Steinzeit geht es zurück nach Monpazier. Viel Hunger werden wir heute Abend nach dem Trüffelmenü bei Carole sicher nicht haben. Wir treffen uns auf ein Glas Wein mit Käse und Baguette!

Der Besuch für die Grotte de Font-de-Gaume ist strengstens reguliert und limitiert, wodurch die Malereien anders als in Lascaux weiterhin in einem sehr guten Zustand sind. Gleichzeitig dürfen nur zwölf Besucher in die Höhle. Wir müssen die Eintrittskarten ein halbes bis dreiviertel Jahr vor der Reise bestellen. Sollte dies aufgrund vieler später Anmeldungen zu der Reise nicht möglich sein, weichen wir auf die ebenfalls faszinierende Grotte du Sorcier aus.

Zur besten Trüffelzeit vom 26.01.-02.02.2019 planen wir eine Winterreise mit besonderem Programm. Unter anderem werden wir dann mit Edouard hinter die Kulissen des Trüffelmarktes in Sarlat gehen, wo er Prüfer ist. Und wir besuchen mit Anna das Trüffelfest in ihrem Dorf, das jedes Jahr in diesen Tagen stattfindet!

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3. Tag: Monpazier und Monbazillac

3. Tag: Monpazier und Monbazillac

Nach dem Frühstück zeigt uns Reiseleiterin Anna unseren Ort. Das 1284 gegründete Monpazier hat etwa 500 Einwohner und gilt als eine der besterhaltenen Bastiden - eine bestimmte Form der im Mittelalter in Südfrankreich weitgehend in einem Zug erbauten Städte -  ist aber noch sehr beschaulich und erheblich weniger von Touristen besucht als andere Orte (wie beispielsweise Sarlat, wo man auf der Straße oft mehr andere Sprachen als Französisch bzw. den lokalen okzitanischen Dialekt hört.) Anna erklärt uns die Geschichte des Ortes, zeigt uns einige besonders schöne Winkel und kauft mit uns für ein schönes Mittagspicknick ein, das wir an einem schönen Aussichtspunkt mit guten Tischen und Blick über das Umland genießen (bei warmem Wetter und das hat man hier meist bis in den November hinein, ansonsten gehen wir mittags etwas Kleines essen).

Nach einer Pause im Hotel fahren wir am Nachmittag nach Monbazillac. Die Weinbauregion ist besonders für ihren dem Sauternes nicht unähnlichen, sehr langlebigen Süßwein bekannt, für den die Trauben erst nach dem Befall durch Edelfäule (Botrytis Cinéréa) geerntet werden. Wie besuchen den Winzer David Fourtout vom Weingut Vignoble des Verdots, dessen Familie aus Saint-Emilion hier her zog und die neben dem restsüßen Monbazillac, der wunderbar zu Foie gras und Blauschimmel passt, auch trockene Bergerac-Weine und einen Schaumwein produziert. Zum Abendessen sind wir wieder im Restaurant des Hotels, wo uns Monsieur Gauthier mit lokalen Spezialitäten verwöhnt. Auf der Weinkarte des Restaurants finden sich übrigens viele Weine von David Fourtout, sodass wir sie heute auch nochmals zum Abendessen trinken können.

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4. Tag: Käse, Walnüsse & Geschichte

4. Tag: Käse, Walnüsse & Geschichte

Am Vormittag fahren wir zu einer Freundin von Anna, die in einer der besten Käsereien der Gegend arbeitet. Sie zeigt uns, wie die wunderbar-cremigen, je nach Reifegrad milden bis sehr charaktervollen Ziegenkäsen des Périgord entstehen und wir kaufen ein für unser Mittags-Picknick! Den Käse findet man übrigens auf den Märkten der Umgebung, er findet sich aber auch auf den Tellern einiger Spitzenrestaurants der Region wieder, u.a. im Sterne-Restaurant Vieux Logis, wo wir morgen essen werden! Weiter geht es zu einer nahegelegenen Walnuss-Ölmühle. Wir erleben, wie die Walnüsse, für deren Qualität das Périgord ebenfalls berühmt ist, leicht geröstet, zu einem Brei vermahlen und dann gepresst werden. Wir probieren die Nüsse, das frische Öl und auch einige andere Walnuss-Spezialitäten! Dann geht es an die gemächlich hinfließende Dordogne. Anna kennt hier einen schönen Platz direkt am Fluss, wo sie uns ein leckeres südfranzösisches Picknick bereitet! Wir können den Fluss vor uns herziehen lassen und genießen! Während des Hundertjährigen Krieges war die Dordogne Grenze zwischen den von Franzosen und Engländern besetzten Landesteilen, daher ist sie mit vielen Burgen gesäumt. Eine der schönsten ist die Burg Beynac, die spektakulär auf einem Felsen 150 Meter über dem Fluss liegt. Wir besichtigen die Burg Beynac, welche im Hundertjährigen Krieg von zentraler strategischer Bedeutung war und die zu den besterhaltenen Burgen Frankreichs zählt. Nach einem ereignisreichen Tag kehren wir am Spätnachmittag zurück ins Hotel, wo wir Zeit für eine Pause haben. Zum Abendessen fahren wir heute zu einer Ferme Auberge, einem Bauernhof, bei dem man essen kann!

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5. Tag: Zisterzienser & Sterneküche

5. Tag: Zisterzienser & Sterneküche

Wir besuchen das im Jahr 1115 gegründete ehemalige Zisterzienserkloster Cadouin, das Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Jakobsweg in Frankreich“ ist. Das „Heilige Schweißtuch Christi von Cadouin“ war lange die wichtigste Reliquie des Périgord und die Abtei ein weithin bekanntes Wallfahrtszentrum. Entgegen den Gepflogenheiten der Zisterzienser, sich meist von Besucherandrang abzuschotten, wurde Cadouin unter ihrer Leitung für viele Jahrhunderte ein wichtiger Wallfahrtsort mit großem Ansehen und Zulauf und in der Folge auch von großem Reichtum. Die Abteikirche und das Kloster sind von großer Schönheit und bei unserem Besuch gibt es manch architektonische und skulpturale Details zu entdecken. Zum Mittagessen fahren wir wenige Kilometer weiter in eines des besten Restaurants des Périgord, das Vieux Logis in Tremolat. In dem ehemaligen Tabak-Trockenhaus eines wundervollen Anwesens mit großem Park gelegen, arbeitet hier seit zehn Jahren Vincent Arnould. Er kocht mit den lokalen Produkten wie Ente, Walnussöl, Pilzen, Trüffeln und Foie gras, hebt sie aber im Vergleich zur traditionellen Lokalküche technisch und ästhetisch auf ein anderes Niveau. Wir essen das Degustationsmenü mit vielen kleinen Gängen. Nach unserer Rückkehr ins Hotel stehen der restliche Nachmittag und der Abend heute zur freien Verfügung. Unser pittoresker Ort Monpazier lädt zum Schlendern ein, im September ist auch der kleine Pool der Unterkunft offen.

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6. Tag: Atelier Foie gras & Besuch bei Anna

6. Tag: Atelier Foie gras & Besuch bei Anna

Heute fahren wir mit unser Reiseleiterin Anna in ihren Heimatort Campagnac. Gemeinsam mit einer fachkundigen Freundin zeigt sie uns, wie man eine ganze Entenstopfleber im Glas konserviert! Am Ende der Reise darf dann jeder von uns eine Foie gras entier de canard (ca. 350 Gramm), als eine ganz besondere Reiseerinnerung mit nach Hause nehmen! Zu Mittag lädt uns Anna zu sich nach Hause ein. Sie hat in liebevoller Arbeit über viele Jahre ein altes Bauernhaus restauriert. Anna bereitet uns einen Mittagsimbiss – ich erinnere mich, dass zum Beispiel ihr Salat mit warmem Ziegenkäse und Walnüssen sehr lecker war, dazu Brot mit selbst hergestellter Trüffelbutter...! Am Nachmittag besuchen wir das nahe gelegene kleine Museum des Malers, Bildhauers und Picasso-Freundes Ossip Zadkine und auf dem Rückweg nach Monpazier vielleicht noch die romanische Kirche in Besse aus dem 12. Jahrhundert. Am Abend lassen wir uns wieder „daheim“ von Monsieur Gauthier im Restaurant des Hotels verwöhnen.

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7. Tag: Wochenmarkt, Winzer & Kochkurs

7. Tag: Wochenmarkt, Winzer & Kochkurs

Am Vormittag fahren wir ins nahe gelegene Weinbaugebiet Cahors in den hübschen Ort Prayssac und besuchen dort den authentischen farbenfrohen Wochenmarkt, auf dem man noch unter Franzosen ist. Gemeinsam kaufen wir hier für ein Picknick ein und natürlich wer mag auch gleich für zuhause. Am späten Vormittag besuchen wir das biologische Weingut Domaine de Fantou, das am Fluss Lot liegt. Die Domaine hat einen idyllischen Picknickplatz direkt am Fluss, wo wir unsere Markteinkäufe mit den Weinen des Hauses zum Mittag genießen. Noch einmal leben wir „wie Gott in Frankreich“! Nach einer kurzen Pause im Hotel bietet uns heute der Chefkoch unseres Hotelrestaurants, Monsieur Gauthier, am Nachmittag zum Abschluss der Woche einen Kochkurs zur Cuisine périgourdine an. So können wir vielleicht das ein oder andere Rezept aus dem Périgord auch in die eigene Küche übernehmen. Wir blicken nochmals auf die ereignisreiche Woche zurück und feiern unseren Abschlussabend mit dem unter fachkundiger Anleitung selbst gekochten Menü!

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8. Tag: Abreise

8. Tag: Abreise

Nach dem Frühstück heißt es Abschiednehmen von unserer Reise im Périgord. Für eine Verlängerung Ihres Aufenthalts stehen wir Ihnen gerne mit Anregungen zur Verfügung.

SCHWIERIGKEITSGRAD

Es bestehen keine besonderen Schwierigkeiten – eine Reise nur zum Genießen!

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Reiseleiterin

Reiseleiterin

Anna von Wuthenau studierte in Berlin Romanistik und Geschichte. Sie lebt und arbeitet inzwischen seit 25 Jahren im Périgord. Die Liebe zu den alten Gemäuern, der stille Charme der Landschaft und auch die gute Küche bewogen sie, sich hier nieder zu lassen. Seit vielen Jahren arbeitet sie im Tourismus und es liegt ihr am Herzen, ihre Liebe zu der Gegend und den Menschen hier, zu dem entschleunigten Lebensrhythmus und der Qualität der Produkte zu vermitteln. Ein behutsamer und respektvoller Tourismus ist ihr wichtig.
Sie weiß wo Steinpilze, Pfifferlinge und Morcheln zu finden sind, schätzt Esskastanienhonig, Gänseleber und die aromatischen Walnüsse, die direkt vor ihrem Haus wachsen. Sie zählt einige Biowinzer in ihrem Freundeskreis und kann sogar auch ohne Hund und Schwein die Trüffeln in der Erde orten (ihr Geheimnis dabei ist ein ganz kleines anderes Tier, nämlich eine Fliege!)

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