1. Tag: Willkommen

1. Tag: Willkommen

Individuelle Anreise zur Casa di Melo, dem ersten BIO HOTEL Siziliens, etwa eine dreiviertel Stunde südlich von Catania. Auf Wunsch organisieren wir Ihren Transfer vom Flughafen Catania. Unsere Gastgeber Chiara und Lorenzo empfangen uns. Beim gemeinsamen Abendessen in der Unterkunft mit traditionellen sizilianischen Gemüsegerichten und lokalen Weinen lernen Sie Ihre Mitreisenden kennen. Alle in der Küche verwendeten Produkte sind biozertifiziert, sie kommen fast ausschließlich aus Sizilien und ein großer Teil sogar aus der eigenen Landwirtschaft.

Es fällt übrigens gar nicht schwer, hier auf Sizilien vegetarisch zu essen, im Gegenteil, unsere erste vegetarische Reise entwickelte sich ganz natürlich, denn Farben, Duft und Geschmack der unter der Sonne Siziliens gereiften Gemüse sind einfach fantastisch und tatsächlich ist ein Großteil der traditionellen sizilianischen Gerichte sowieso vegetarisch! Als Antipasto zum Beispiel die Caponata, die berühmteste Pasta Siziliens, die Pasta alla Norma und natürlich die unübertroffenen Süßspeisen wie die Cassata. Einzig beim Secondo, dem Eiweißgang in der klassischen italienischen Menüabfolge, muss Köchin Marinella sich etwas einfallen lassen, aber zum Beispiel ist die Parmigiana di Melanzane ein sizilianisches Gericht, das es inzwischen zu Weltruhm gebracht hat.

Anreise-Empfehlungen: Air Berlin bietet von Berlin und Zürich Direktflüge nach Catania an, Eurowings von Hamburg, Hannover, Köln-Bonn, Düsseldorf und Stuttgart, Transavia von München, Swiss Air von Genf und Zürich sowie Austrian Airlines ab Wien. Fahrt mit dem Mietwagen oder Transfer vom Flughafen zur Unterkunft etwa eine dreiviertel Stunde. Es gibt einen kostenlosen geschlossenen Parkplatz. Bei einem Flug empfehlen wir die Kompensation der verursachten Treibhausgase über www.atmosfair.de, über das wir selbst alle unsere Flüge ausgleichen. (Stand: 11.2016)

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2. Tag: Die Landwirtschaft, gemeinsames Ernten & Zubereiten

2. Tag: Die Landwirtschaft, gemeinsames Ernten & Zubereiten

Am Morgen erwartet uns - bei dem fast immer schönen Wetter unter einer Pergola auf der Terrasse - das sehr gute Frühstück der Casa di Melo mit vielen hausgemachten süßen und herzhaften Produkten, selbst gebackenem Brot, frischen Früchten und leckerem Cappuccino. Nach dem Frühstück zeigt uns Chiara den landwirtschaftlichen Betrieb. Ein guter Teil ihrer Produkte wird übrigens nach Deutschland exportiert. Wir dürfen auch „hinter die Kulissen“ schauen, in die Räume für die Lagerung und die Kommissionierung der Waren. Dann gehen wir auf eines der Felder und ernten gemeinsam was gerade reif ist. Im Frühling könnten es zum Beispiel Artischocken und Karotten sein, im Herbst Kürbis, Fenchel und Orangen. In der Küche bereiten wir die frisch geernteten Gemüse gemeinsam zu einem leichten Mittagessen zu. Nach einer Mittagspause zeigt uns Chiara am Nachmittag, wie sie den berühmten Zitronen-Likör Limoncello aus den eigenen Zitronen herstellt. Es ist eine aufwendige Prozedur, bei der die Schalen mehrere Tage in reinem Alkohol mazerieren. Am letzten Tag der Reise bekommen wir jeder eine Flasche unseres selbst hergestellten Limoncello als Erinnerung an Sizilien mit nach Hause! Zum Abendessen sind wir wieder im Restaurant der Unterkunft, wo uns Köchin Marinella immer mit neuen sizilianischen Gerichten verwöhnt.

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3. Tag: Die Küste & Syrakus

3. Tag: Die Küste & Syrakus

Mit dem Naturguide Fabio Morreale, Gründer und Präsident des Vereins „Natura Sicula“ (Natur Siziliens), besuchen wir den Plemmirio, die Küste um das Meeresschutzgebiet südlich von Syrakus. Es gibt hier eine einzigartige Flora und Fauna, sowie auch viele geschichtliche Zusammenhänge mit Karthagern, Römern und Griechen, die von hier aus versuchten, das gegenüber auf der natürlichen Halbinsel Ortygia liegende Syrakus zu erobern. Am späten Vormittag fahren wir weiter in die Altstadt von Syrakus. Die etwa 40 Hektar große Insel Ortygia liegt einmalig zwischen zwei Naturhäfen direkt vor dem Festland. Im 8. Jahrhundert v. Chr. von Korinthern gegründet, entwickelte sich Syrakus aufgrund seiner einmaligen Lage schnell und stieg durch den Sieg in der Seeschlacht gegen Athen 413 v. Chr. für etwa zwei Jahrhunderte zur bedeutendsten Stadt und dem Zentrum der Magna Graecia auf. Archimedes beispielsweise lebte hier und entwickelte seine Schraube, die für die Wasserwirtschaft in den sizilianischen Salinen entscheidend war. Die nach dem 2. Weltkrieg verfallene Altstadt erwacht in den letzten Jahren immer mehr zu neuem Leben. Im Jahre 2005 wurde Syrakus für seine einmaligen Zeugnisse aus griechischer, römischer und barocker Zeit ins Weltkulturerbe aufgenommen. Es ist die Heimatstadt von Fabio und er zeigt sie uns aus der Sicht eines Einheimischen und historischen Kenners, wie sie sonst kaum ein Besucher sehen wird! Nach einem spannenden Tag kehren wir zum Abendessen zurück ins Hotel.

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4. Tag: Weinbau & freie Zeit

4. Tag: Weinbau & freie Zeit

Heute besuchen wir einen Jungstar des sizilianischen Weinbaus: Marcin Öz vom Weingut Campisi. Vor einigen Jahren war Marcin Bassist und DJ in Berlin. Dann wollte der Vater eines Freundes sein Weingut auf Sizilien aufgeben. Marcin half bei einer Ernte und entschied dann, nach Sizilien zu ziehen und Winzer zu werden! Inzwischen ist der erste ganz vom ihm produzierte Jahrgang abgefüllt. Halleluja, The Cure und Red Red Wine, heißen die drei Weine. Wir besuchen das Weingut, das in der Nachbarschaft von Chiara und Lorenzo liegt, und können uns über den Weinbau und vor allem auch die Erfahrungen als Deutscher, der nun auf Sizilien lebt, austauschen. Nach einer Verkostung der Weine und einem Mittagsimbiss haben wir heute am Nachmittag freie Zeit, die man ab April oft schon am Pool oder dem nahen Meer nutzen kann. Am Abend lädt uns Fabio Morreale in Syrakus zu sich nach Hause zum Abendessen ein. Fabio kennt sich sehr gut aus mit lokalen Produkten und traditionellen Rezepten und er ist ein ausgezeichneter Koch und Gastgeber!

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5. Tag: Wilde Gemüse und Kräuter & Noto

5. Tag: Wilde Gemüse und Kräuter & Noto

Am Vormittag suchen wir mit Fabio wilde Gemüse und Kräuter unterhalb des antiken Noto. Es ist ein wundervoller Ort, grün, voller Vegetation, mit alten Mühlen entlang des Baches Asinaro. Wir können sogar baden in einem kleinen See, den der Fluss bildet! Zu Mittag machen wir ein Picknick am Fluss. Die wilden Kräuter und Gemüse, die wir gemeinsam sammeln, nimmt Fabio mit nach Hause. Morgen wird er uns damit ein zweites Essen bei sich zuhause zubereiten! Am Nachmittag besuchen wir mit Fatima Noto, die wunderschöne Hauptstadt des sizilianischen Barocks (UNESCO-Weltkulturerbe). Neben dem Ort mit seinen Straßen, Plätzen und Kirchen erwartet uns als besonderer Höhepunkt ein kleiner Kurs Pasticceria Siciliana bei einem der besten Konditoren Siziliens und wahrscheinlich Italiens: Corrado Assenza! Er zeigt uns vor allem, was man aus dem berühmtesten Produkt Notos, der Mandorla di Noto (Süßmandel aus Noto) alles Köstliches herstellen kann: von Marzipan über Mandelmilch bis zu Granita und Gelato! Am frühen Abend kehren wir zurück ins Hotel, wo wir den ereignisreichen Tag ausklingen lassen und zu Abend essen.

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6. Tag: Cavagrande del Cassibile

6. Tag: Cavagrande del Cassibile

Heute zeigt uns Fabio das Natur-Reservat „Cavagrande del Cassibile“ ganz in der Nähe unserer Unterkunft. Manche nennen es den Grand Canyon Siziliens. Der einst reißende Fluss Cassibile, inzwischen ein Bach, hat die etwa 250 Meter tiefe Schlucht in die Berge geschnitten. Heute sind besonders die Wasserfälle und die vielen kleineren und größeren Becken beliebt, in denen das Wasser vor dem weißen Kalkstein türkisfarben glitzert und zu einem erfrischenden Bad lädt! Wir wandern von oben in das Tal hinein und werden dann mit dem einmaligen Naturerlebnis und der Möglichkeit zu einem Bad entlohnt. Ein kulinarisch interessanter Aspekt der Gegend, den Fabio uns auch zeigt, ist der Anbau von Johannisbrotbäumen und die Verarbeitung ihres Samens zu Mehl. Als Zutat beim Kochen kaum bekannt, kämen viele Zweige der Lebensmittelindustrie nicht ohne Johannisbrotkernmehl als natürliches Verdickungsmittel oder als Stabilisator aus. Man findet es zum Beispiel in Marmeladen, Backwaren, Obst- und Gemüsekonserven sowie Speiseeis und Limonaden. Nach einer Pause im Hotel lädt uns Fabio am Abend noch einmal daheim zum Essen. Er bereitet uns ein Menü auf Basis der gestern mit ihm gesammelten wilden Gemüse und Kräuter! Ein Abend, auf den wir uns besonders freuen dürfen!

Wanderung etwa 7 km, 650 m Höhenunterschied 300 m bergab, Schwierigkeit: leicht.

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7. Tag: Kochkurs sizilianische Gemüseküche

7. Tag: Kochkurs sizilianische Gemüseküche

Den Vormittag und Mittag haben wir heute zur freien Verfügung für Einkäufe und individuelle Unternehmungen oder zum Ausspannen am Strand oder Pool. Am frühen Nachmittag beginnen wir unseren Kochkurs mit Gastgeberin Chiara und Köchin Marinella. Wir werden gemeinsam drei traditionelle sizilianische Gerichte auf Basis der in der jeweiligen Saison reifen Gemüse zubereiten. Im Frühling könnten das zum Beispiel gefüllte Artischocken sein, ein Zitrusfrüchte-Risotto und ein Artischocken-Carpaccio mit Zitrone und Caciocavallo (ein auf Sizilien traditioneller Käse). Im Herbst könnten es frittierte Küchlein mit wildem Fenchel sein, ein Orangen-Fenchel-Salat und Kürbis-Ravioli mit Salbeibutter. Zudem beenden wir die Herstellung unseres Limoncellos vom zweiten Tag und füllen ihn ab. Dann feiern wir unser großes Abschiedsessen mit den selbst zubereiteten Speisen und vielleicht auch einige Limoncelli!

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8. Tag: Abschied

8. Tag: Abschied

Nach dem Frühstück heißt es Abschiednehmen von unserer Reise auf Sizilien. Für eine Verlängerung hier oder in einer anderen Gegend Siziliens stehen wir Ihnen gerne mit Anregungen zur Verfügung.

SCHWIERIGKEITSGRAD

Die Wanderungen sind leicht. Die längste führt uns in die Cavagrande del Cassibile mit etwa 7 km Länge und 300 m Höhenunterschied bergab.

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Reiseleiterin

Reiseleiterin

Die in Wien aufgewachsene Fatima Freitag hat sich den Traum erfüllt, die Hälfte des Jahres auf Sizilien zu leben. Als junge Reisebüroassistentin entdeckte sie Italien, wo sie gleich zwei Sommer als Animateurin auf Sizilien verbrachte. Ihr großes Interesse für exotische Kulturen vertiefte sie in einem Ethnologie-Studium in Wien, auf das dreizehn Jahre Reisen und eine Ehe in der Sahara folgten. Das Schicksal holte sie schließlich wieder zurück nach Wien und Sizilien, wo sie ihr Herz an diese einzigartig schöne Landschaft und deren Bewohner verloren hat. Sie genießt es, unseren Gästen „ihr Sizilien“ mit viel wienerischem Charme und Herz schmackhaft zu machen.

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Natur- und Wanderguide

Natur- und Wanderguide

Fabio Morreale ist geprüfter Wander- und Naturguide mit über zwanzig Jahren Erfahrung in der Gegend um seine Heimatstadt Syrakus. Er ist Gründer und Präsident des Vereins „Natura Sicula“ (Natur Siziliens), ein Kenner der kulinarischen Traditionen Siziliens und passionierter Koch. Er hat Freude am Vermitteln der Natur und Kulinarik seiner Gegend und ist dabei sehr aufmerksam und offen für die Bedürfnisse und Interessen der Gruppe.

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