1. Tag: Willkommen

1. Tag: Willkommen

Bis um etwa 11 Uhr individuelle Anreise nach Venedig. Unser Treffpunkt ist auf Murano, wo uns Mauro und die Crew auf dem Segelboot „EOLO“ erwarten. Man fährt mit dem Vaporetto oder einem Wassertaxi zur Haltestelle „Murano Faro“, von dort sind es etwa 50 Meter zu Fuß. Wenn Sie schon am Vortag anreisen möchten, buchen wir gerne eine schöne Unterkunft in Venedig für Sie.

Zwölf Gäste haben gemütlich Platz auf dem Segler, der 1946 zunächst als Fischerboot für die Lagune konstruiert wurde. Wir setzen bei gutem Wind die Segel – ansonsten gibt es natürlich auch einen Motor – und beginnen unsere Reise in die Lagune. In einem ruhigen Nebenarm werfen wir Anker und atmen zum ersten Mal die Atmosphäre der Lagune, die Ruhe, die sanfte Bewegung des Wassers, die Farben und Gerüche. Mauro serviert uns das Mittagessen an Bord und es ist unglaublich, was er uns in der kleinen Kombüse zubereitet! Man versteht einmal mehr, dass es für beste Qualität oft nicht um großes Equipment, sondern um beste, frischeste Zutaten und das Savoir fair geht! Nach einer Pause besuchen wir am Nachmittag die Insel Lazzaretto Nuovo, wo die berühmten venezianischen Masken entstanden sind. Man trug sie mit in Essig getränkten Tüchern in der langen Nasenöffnung, in der Hoffnung, sich so gegen Seuchen zu schützen, allen voran die Pest. Der Begriff Quarantäne – abgeleitet von Quaranta (Vierzig) – entwickelte sich übrigens ebenfalls auf Lazzaretto Nuovo, da ankommende Menschen und Waren hier vierzig Tage warten mussten, bevor sie in die Stadt durften. Die Geschichte der Insel ist allerdings viel älter – sie wurde bereits in vorrömischer Zeit besiedelt! Für die Übernachtung und das Abendessen fahren wir weiter auf die Insel Mazzorbo, wo ein Prosecco-Winzer aus einem alten Gemäuer eine edle kleine Unterkunft mit sechs Zimmern geschaffen hat sowie ein inzwischen mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant mit großem eigenen Gemüsegarten!

Anreise-Empfehlungen: Von München können Sie mit dem Nachtzug um 23:36 ohne Umstieg nach Venedig fahren, Ankunft um 08:24. Tagsüber gibt es eine schnellere direkte Verbindung ab 11:36, an 18:10 sowie alle zwei Stunden Verbindungen mit Umstieg in Verona, zum Beispiel ab 7:34, an 14:40 oder ab 9:36, an 16:40. Lufthansa, Air Berlin, Ryanair, Eurowings, EasyJet, Austrian Airlines und Swiss Air fliegen von vielen deutschen, österreichischen und schweizerischen Städten direkt nach Venedig, u.a. von Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln-Bonn, Frankfurt, Stuttgart, München, Wien, Zürich, Basel und Genf. Vom Flughafen gibt es ein Linienboot, das direkt bis zu unserem Hotel fährt. Bei einem Flug empfehlen wir die Kompensation der verursachten Treibhausgase über www.atmosfair.de, über das wir selbst alle unsere Flüge ausgleichen. Für Autofahrer ist es empfehlenswert, preiswert am Flughafen zu parken und ein Linienboot von dort zu nutzen. (Stand: 10.2016)

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2. Tag: Fischerei, Torcello & Sant’Erasmo

2. Tag: Fischerei, Torcello & Sant’Erasmo

Nach dem hervorragenden italienischen Frühstück im Hotel setzen wir unsere Reise in der nördlichen Lagune fort. Wir treffen Lagunenfischer, die uns ihre unterschiedlichen Fangtechniken erklären und bei denen wir vom frischen Fang für das Mittagessen einkaufen. Wir fahren weiter nach Torcello. Der hohe Glockenturm ist schon über Kilometer zu sehen und ein Symbol der Lagune. Wir besichtigen die byzantinische Basilika, welche für mich eine der erstaunlichsten kunsthistorischen Entdeckungen der letzten Jahre ist. Baubeginn war laut einer Inschrift im Jahre 639, also fast zwei Jahrhunderte vor dem des Markusdoms, was die Bedeutung der beiden Orte widerspiegelt, denn Torcello hatte im 7. und 8. Jahrhundert erheblich mehr Einwohner und Macht als Venedig und war die bedeutendste Siedlung in der Lagune. Die wunderbaren, sehr gut erhaltenen byzantinischen Mosaiken lassen mich bei jedem Besuch wieder erstaunen! Zu Mittag bereitet uns Mauro mit seinem Team wieder ein fantastisches Fischmenü an Bord. Wer mag, darf bei der Zubereitung mithelfen! Nach einer kleinen Pause geht es weiter nach Sant'Erasmo, die berühmt ist als die „Gemüseinsel“ der Lagune. Im Mai gibt es hier zum Beispiel die violetten Sant-Erasmo-Artischocken. Und es wird hier inzwischen sogar wieder Wein angebaut! Wahrscheinlich haben wir Gelegenheit, den biologischen Winzer zu treffen, der hier alte Rebsorten anbaut, die in den mineralischen Sandböden gut gedeihen und die Aromen der Lagune in den Wein bringen. Dann geht es vorbei an Venedig in die südliche Lagune, wo wir am Spätnachmittag Malamocco erreichen, einen pittoresken Ort auf dem Lido, der schmalen Landzunge, welche die Lagune vom Adriatischen Meer trennt. Im 8. Jahrhundert, als der Ort Sitz des Dogen von Venedig war, hatte Malamocco eine herausragende Bedeutung. Wir übernachten hier in der Residence Ca’ del Borgo in einem Adelshaus des 15. Jahrhunderts! Zu Abend essen wir in einer authentischen, sehr guten Osteria nahe der Unterkunft.

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3. Tag: Segeln, Chioggia & Venedig

3. Tag: Segeln, Chioggia & Venedig

Am Morgen segeln wir von Malamocco ganz in den Süden der Lagune nach Chioggia, den Ort wo unser Schiff „EOLO“ vor 70 Jahren konstruiert wurde. Mit einem Guide besuchen wir das Zentrum mit der Kathedrale Santa Maria Assunta und dem berühmten Fischmarkt. Chioggia beeindruckt, da es ähnlich alt wie Venedig ist, teilweise ähnlich ausschaut, aber noch für sich selbst, für seine Bewohner lebt und erheblich weniger Tourismus hat als die berühmte Nachbarin. Nach dem Rundgang mit Gelegenheit zum Einkauf auf dem Markt und in den kleinen Läden darum gehen wir wieder auf das Boot und beginnen unsere Fahrt zurück Richtung Venedig. Unterwegs geht Mauro in der Nähe des Valle Zappa vor Anker und bereitet uns noch einmal ein wunderbares Mittagessen, das wir mitten in der Natur genießen können. Am Spätnachmittag treffen wir in Venedig ein, wo die Reise bei der Insel San Giorgio Maggiore mit Blick auf den Markusplatz standesgemäß mit einem guten Prosecco endet. Ein Wassertaxi holt uns vom Boot ab und fährt uns in unsere beiden Privatunterkünfte im Herzen Venedigs zwischen Rialto und Campo San Polo wenige Meter vom Canal Grande und doch ruhig in einer Seitengasse gelegen. Für den letzten Abend ist kein Essen eingeplant – wir sind frei, uns alleine einen schönen Abend zu machen oder als Gruppe gemeinsam essen zu gehen. Natürlich haben wir eine Liste unserer Restaurant-Empfehlungen in Venedig und Mauro reserviert gerne für Sie.

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4. Tag: Abschied

4. Tag: Abschied

Nach dem familiären Frühstück bei unseren Gastgeberinnen heißt es Abschiednehmen von unserer Reise in der Lagune von Venedig. Wenn Sie keinen Zeitdruck haben, empfehlen wir, noch ein oder zwei Nächte in Venedig dranzuhängen, um die intensiven gemeinsamen Tage ausklingen zu lassen. Wir verlängern nach Möglichkeit gern Ihr Zimmer.

SCHWIERIGKEITSGRAD

Die Reise bietet keine besonderen Schwierigkeiten. Man sollte keine Angst haben, Boot zu fahren.

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Reiseleiter

Reiseleiter

Mauro Stoppa ist ein venezianisches Urgestein und unser Gastgeber auf seinem Segelboot anno 1946! Kaum einer kennt sich in Venedig mit Fisch aus wie Mauro – daher hat er immer den besten und frischesten – und kaum einer weiß ihn wie Mauro zuzubereiten! Er spricht Italienisch und Englisch. Auf Wunsch übersetzt ein Mitglied der Crew ins Deutsche. Mauro ist einer der besten Experten für die Lagune und die Geschichte der Stadt, ein hervorragender Koch sowie ein humorvoller und charmanter Begleiter. In einem Wort: der perfekte Gastgeber!

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